Mehr Luftabwehr für die Ukraine

von Redaktion

Baerbock für weitere Lieferungen – Russland setzt Angriffe fort

Kiew/Berlin – Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hält bei der militärischen Unterstützung für die Ukraine derzeit die Stärkung von deren Luftverteidigung für vorrangig. „Wir haben gerade Anfang der Woche gesehen, wie wichtig die Luftverteidigung ist“, sagte Baerbock dem Sender Phoenix mit Blick auf die russischen Angriffe. Dabei habe zum Glück rund die Hälfte der auf Kiew abgeschossenen Raketen abgefangen werden können.

Baerbock führte dies auch auf deutsche Waffenlieferungen zurück. Es werde aber von deutscher Seite „gerade im Luftverteidigungsbereich weitere Unterstützung geben“. Deutschland hat dem Land kürzlich bereits ein erstes Luftabwehrsystem vom Typ Iris-T SLM geliefert, drei weitere sollen möglichst bald folgen.

Russlands Präsident Wladimir Putin will rund 300 000 Reservisten einziehen lassen, um nach den Niederlagen der russischen Armee in der Ukraine die dort noch besetzten Gebiete zu halten. Russland wehrte nach eigenen Angaben den Vorstoß ukrainischer Truppen in einigen Regionen ab und zerstörte mehrere Munitionslager der ukrainischen Armee. Es habe zudem seine Angriffe gegen militärische Ziele und die Energieversorgung mit „Präzisionswaffen“ fortgesetzt. Berichte aus den Kampfgebieten können nicht unabhängig geprüft werden.

In dem von russischen Truppen besetzten Kernkraftwerk Saporischschja verschlechtert sich die Situation nach Worten des ukrainischen Atombehörden-Chefs mit jeder Woche. Die Besatzer hätten unter anderem das Verwaltungsgebäude und einen Block des AKW beschädigt, sagte Petro Kotin dem ZDF. Sie lagerten Ausrüstung und Lastwagen, was große Brandgefahr schaffe. Etwa 100 Menschen seien gefangen genommen worden. Den Menschen sei es verboten, das Gebiet zu verlassen. Auf dem Gelände in und um das Kraftwerk sind erneut Artilleriegeschosse eingeschlagen, wobei sich beide Seiten gegenseitig für den Beschuss verantwortlich machen.

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