Berlin – Der frühere Minister Jens Spahn (CDU) hat erneut Ärger wegen der Finanzierung eines luxuriösen Anwesens in Berlin. Nach Recherchen des „Spiegel“ trifft es nicht zu, dass ein großer Teil des Kapitals aus einer Erbschaft des Spahn-Partners Daniel Funke stammt. So hatte es die „Zeit“ berichtet und sich auf Informationen aus Spahns Umfeld berufen; die Zeitung bleibt weiter bei ihrer Darstellung. Das vererbte Vermögen sei bei einer Raiffeisenbank in Österreich angelegt gewesen.
Spahn und sein Ehemann hatten im Juli ein Anwesen im Südwesten Berlins gekauft. Der Kaufpreis kann nur erahnt werden, jedenfalls ließen sich die Banken laut „Spiegel“ als Sicherheit für den kreditfinanzierten Teil Grundschulden von über 4,5 Millionen Euro eintragen. Damals hatte es kritische Artikel gegeben, wie Spahn ohne großes Eigenkapital an einen sehr hohen Kredit kam. Finanziert hatte dieses und womöglich andere Projekte eine Sparkasse, in deren Verwaltungsrat Spahn lange selbst saß.