IN KÜRZE

Polen bedankt sich für Abwehrsysteme Tote nach Schüssen auf Hotel in Kabul Rechnungshof : Strafe für ÖVP möglich Peru: Demonstranten legen Flughafen lahm Bulgarien nominiert neues Kabinett

von Redaktion

Polens Präsident Andrzej Duda hat sich bei Deutschland für die Verlegung von Luftabwehrraketensystemen vom Typ Patriot in sein Land bedankt. „Für uns in Polen ist das eine sehr wichtige Geste eines Verbündeten“, sagte Duda gestern nach einem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Zuletzt kam es zu Spannungen, da Warschau vorgeschlagen hatte, die Luftabwehrsysteme aus Deutschland in der Ukraine zu stationieren.

Mehrere mit Sprengstoffwesten ausgestattete Attentäter haben in der afghanischen Hauptstadt Kabul ein Hotel angegriffen. Wie der Sprecher der militant-islamistischen Taliban gestern berichtete, wurden drei Angreifer getötet und zwei Hotelgäste verletzt. Eine Klinik vor Ort bezifferte die Opferzahl wesentlich höher: Demnach wurden 21 Patienten eingeliefert, von denen drei bereits tot waren. Die Terrormiliz IS reklamierte den Anschlag für sich.

In Österreich droht der konservativen ÖVP erneut eine Strafzahlung wegen zu hohen Wahlkampfkosten. Der Rechnungshof sieht die Grenze von sieben Millionen Euro pro Partei bei der Nationalratswahl 2019 überschritten. Zu den von der ÖVP angegebenen 6,6 Millionen Euro seien weitere 888 000 Euro dem Wahlkampf zuzurechnen. Damit wurde auch die „Berg-Auf-Tour“ des Ex-ÖVP-Chefs Sebastian Kurz finanziert.

Bei Protesten gegen die Absetzung von Perus Präsident Pedro Castillo sind Demonstranten in den Flughafen von Arequipa eingedrungen. Die Demonstranten zerstörten Sicherheitsinfrastruktur und zündeten ein Wachhäuschen an, wie der Flughafen gestern mitteilte. Vier Menschen starben bislang. Castillos Amtsnachfolgerin Dina Boluarte kündigte für 2024 Neuwahlen an.

Das EU-Land Bulgarien hat zweieinhalb Monate nach einer Neuwahl noch keine Regierung. Deswegen hat der mit der Regierungsbildung beauftragte Nikolaj Gabrowski ein überparteiliches pro-westliches Kabinett vorgeschlagen. Der parteilose Gabrowski nominierte gestern vor allem Experten für seine Regierung. Diese soll das derzeitige Übergangskabinett ablösen.

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