Im russischen Angriffskrieg wird die Ukraine nach eigenen Angaben auch massiv im Cyberspace attackiert: Seit Jahresbeginn seien mehr als 4500 russische Cyberangriffe „neutralisiert“ worden, sagte der ukrainische Chef für Cyber-Sicherheit, Ilja Witiuk, dem Sender My Ukraine. Moskau ziele vor allem auf den Energiesektor, Logistik, militärische Einrichtungen und Regierungsdatenbanken ab. Russland starte „im Durchschnitt mehr als zehn Cyberangriffe pro Tag“.
Ein russischer Regionalabgeordneter ist in Indien aus dem dritten Stock eines Hotels in den Tod gestürzt. Die indische Polizei ermittle derzeit, ob es sich dabei um Suizid oder einen Unfall gehandelt habe, sagte ein Polizeiinspektor der „Hindustan Times“. Der 65-jährige Pawel Antow war als Fleisch- und Wurstfabrikant zu Reichtum gekommen und Abgeordneter der Kremlpartei Geeintes Russland. In den vergangenen Monaten waren mehrere einflussreiche russische Geschäftsleute ums Leben gekommen. Ukrainische Medien erinnerten daran, dass Antow Russlands Krieg in sozialen Netzwerken als Terror bezeichnet hatte. Er habe den Post später zurückgezogen.
Irans Präsident Ebrahim Raisi hat den unnachgiebigen Kurs im Umgang mit Gegnern des islamischen Herrschaftssystems bekräftigt. „Unsere Arme sind offen für diejenigen (Demonstranten), die von ausländischer Propaganda nur geblendet worden sind, mit den Uneinsichtigen jedoch haben wir keine Gnade“, sagte Raisi bei einer religiösen Zeremonie in der Teheraner Universität. Aktuell stehen mehr als 20 Demonstranten auf einer Todesliste der Justizbehörde. Vorgeworfen wird ihnen „Kriegsführung gegen Gott“, worauf gemäß islamischer Rechtsauffassung das Todesurteil steht. Zwei Demonstranten wurden in diesem Zusammenhang bereits hingerichtet.
Mehr als zwei Jahre nach seiner Verurteilung zu 17 Jahren Haft wegen Korruption erhält der frühere südkoreanische Präsident Lee Myung Bak eine Sonderbegnadigung. Der 81 Jahre alte konservative Politiker und ehemalige Bürgermeister von Seoul ist der prominenteste Nutznießer des Erlasses, den die Regierung am Dienstag für insgesamt 1373 Verurteilte bekannt gab. Zum Kreis gehören auch andere Politiker sowie frühere Beamte.