zum Tod von Papst Benedikt:

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

Geblendet von den unzusammenhängenden Reflexionen der Medienkultur kennen nur wenige wirklich die Gedanken und die wahre moralische und intellektuelle Höhe von Joseph Aloisius Ratzinger.“

El Mundo (Madrid)

„Eigentlich war der Rücktritt Benedikts keine mittelalterliche Geste, sondern eine sehr moderne, die sich aus einer anderen Ansicht auf das Pontifikat ergab als jener Wojtylas: eine Funktion und nicht nur eine Mission. Papst ist man nicht auf Lebenszeit, sondern solange man sich dazu in der Lage fühlt. Ratzinger hatte nichts von seiner theologischen Finesse, seiner intellektuellen Klarheit und seiner geistigen Reinheit verloren. Tatsächlich ließen ihn gerade diese Finesse, Klarheit und Reinheit verstehen, dass er, um die Kirche weiter zu regieren, Dinge hätte tun müssen, nach denen ihm nicht war.“

Corriere della Sera (Mailand)

„Brücken bauen: Folgt man einem aus antiker Zeit überlieferten Ehrentitel des Bischofs von Rom, ist das eine wesentliche Funktion des Papsttums. (…) Als Papst wollte Benedikt XVI. vielmehr – um im Bild zu bleiben – die Zugbrücke hochziehen und den Wassergraben vertiefen, um die katholische Kirche als feste Burg nur ja vor all den verderblichen Einflüssen der Moderne zu bewahren.“

Leipziger Volkszeitung

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