Es gibt auch positive Nachrichten von der Bahn. Die Bayerische Regiobahn etwa hat sich 25 Jahre nach ihrem Start in Südbayern zu einem erfolgreichen Unternehmen gemausert. Es ist eine Erfolgsgeschichte, die vom Firmensitz in Holzkirchen aus geschrieben worden ist, auch wenn sie immer wieder von Pannen oder (wie zuletzt in Peiting) von Unfällen überschattet wird. Nach einem Holterdipolter-Start Ende der 1990er-Jahre kam es so weit, dass die Leute im Oberland von „unserer BOB“ sprachen – nach einer Namensänderung ist es nun „unsere BRB“.
Geschichte wiederholt sich nicht, sagt man – und so ist es auch bei der Bahn. Heute ist die Politik der Privatisierung an ihr Ende angelangt. Das Konzept, mit Ausschreibungen immer neue ambitionierte Anbieter zu holen, die dann auch noch mehr Fahrleistung anbieten sollen, funktioniert nur mit deutlichen Abstrichen bei der Qualität. Wichtiger als die schrankenlose Liberalisierung des Bahnnetzes ist aber mehr Qualität, um mehr Pendler vom Auto in die Bahn zu locken. Für das BRB-Netz bedeutet das: Die Strecken müssen elektrifiziert und zumindest stellenweise zweigleisig ausgebaut werden. Es bleibt viel zu tun.
Dirk.Walter@ovb.net