Berlin – Mit ungewöhnlich scharfen Worten hat der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, Papst Franziskus kritisiert. Nach einer deutlichen Ablehnung des sogenannten synodalen Wegs der deutschen Kirche durch den Papst in einem Interview sagte der Limburger Bischof der Zeitung „Die Welt“: „Diese Art, Kirchenführung durch Interviews wahrzunehmen, halte ich für äußerst fragwürdig.“ Bätzing verwies auf den jüngsten Besuch der Bischöfe im November im Vatikan, wo Gelegenheit zu einem Austausch gewesen wäre. Doch die habe der Papst nicht genutzt. Franziskus hatte den synodalen Weg, bei dem Kleriker und Laien der deutschen Kirche Reformvorhaben diskutieren, in einem Interview als ideologisches Projekt von Eliten bezeichnet. Laut Bätzing haben Rom und die Kirche in Deutschland „grundverschiedene Vorstellungen von Synodalität“. Bätzing sieht aber keinen Stopp für das Reformprojekt und auch nicht die Gefahr einer Abspaltung. afp/kna