ChatGPT an der Schule

Schluss mit der Faktenhuberei

von Redaktion

VON DIRK WALTER

Klar, die Künstliche Intelligenz ist noch nicht in die letzten Details bayerischer Landeskunde vorgedrungen. Noch liegt Bad Tölz nach dem Verständnis des neuen Super-Programms ChatGPT an der Loisach (statt an der Isar) und der Landkreis München hat 1,5 Millionen Einwohner (es sind aber nur 350 000). Doch man täusche sich nicht: Solche Anfangsfehler werden die sogenannten Chatbots spielend schnell überwinden. Für Schulen und Universitäten, letztlich für die ganze Wissenschaft, ist das eine riesige Herausforderung. Beim Erstellen von Hausarbeiten und selbst Dissertationen können ChatGPT & Co unerwünschte Hilfe leisten. Die Gefahr von Schummelei und Plagiaten besteht auf jeden Fall.

Es kommt daher darauf an, intellektuelle Leistungen durch die richtigen Fragestellungen abzuprüfen. Hier sind die Lehrer am Zug. Sie müssen kreative Fragestellungen entwerfen. Vernetztes Denken statt Faktenhuberei ist dabei das Entscheidende. Trichter-Wissen à la „Nennen Sie die zehn längsten indischen Flüsse“ muss der Vergangenheit angehören. Leider sind da viele bayerische Schulbücher mit ihren Hausaufgaben-Stellungen noch sehr altmodisch. Einstampfen bitte! Fakten weiß ChatGPT zur Genüge, denken kann es uns nicht abnehmen.

Dirk.Walter@ovb.net

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