IN KÜRZE

IS-Kämpfer festgenommen Baerbock: IS-Taten müssen vor Gericht Pakistan: Polizei blockt Frauenprotest Syrien: Sieben Tote bei Drohnenangriff

von Redaktion

Die Bundesanwaltschaft hat in Wiesbaden einen IS-Kämpfer und mutmaßlichen Anführer festnehmen lassen. Nach Angaben der Behörde haben BKA-Beamte und Bundespolizisten im Zuge der Festnahme am Mittwoch Wohnräume des Beschuldigten und Räumlichkeiten von nicht verdächtigen Personen an zwei weiteren Orten durchsucht. Der Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs ordnete noch am Mittwoch Untersuchungshaft an.

Außenministerin Annalena Baerbock hat eine konsequente Bestrafung der Verbrechen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verlangt. „Was hier passiert ist an den Jesidinnen und Jesiden, das war ein Völkermord“, sagte die Grünen-Politikerin beim Besuch eines Camps für Binnenvertriebene im kurdischen Autonomiegebiet im Nordirak nahe der türkischen Grenze. „Die Verbrechen an den Menschen und an sehr, sehr vielen Kindern, die ich hier getroffen habe, die müssen vor Gericht gebracht werden.“ Als die Dschihadisten 2014 die Region um das Sindschar-Gebirge überrannten, töteten und verschleppten sie Tausende Menschen. Viele Frauen wurden versklavt und vergewaltigt.

In der pakistanischen Hauptstadt Islamabad haben sich hunderte Menschen den weltweiten Demonstrationen zum Frauentag angeschlossen. Allerdings blockierte die Polizei den Protestzug. „Frauen werden im Alltag noch fundamentale Rechte verwehrt“, sagte die bekannte Anwältin und Aktivistin Imaan Mazari bei der Demonstration. „So etwa das Recht zu heiraten, wen sie wollen.“ Für Ärger in den sozialen Medien sorgten Videos, die zeigen, wie Polizisten den Marsch der Frauen mit Schlagstöcken und Stacheldraht aufhalten.

Bei einem Drohnenangriff im Osten Syriens sind nach Angaben von Aktivisten sieben Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich in der Provinz Deir Essor gegen eine Waffenfabrik pro-iranischer Gruppen und einen mit Waffen beladenen Lastwagen gerichtet, sagte Rami Abdel Rahman von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH) der Nachrichtenagentur AFP. Deir Essor befindet sich im von der syrischen Regierung kontrollierten Teil des Landes.

Artikel 3 von 11