Die Aufarbeitung der Rolle von Ex-Premierminister Boris Johnson in der „Partygate“-Affäre entwickelt sich für die Konservative Partei zur Zerreißprobe. Ein Regierungssprecher verteidigte die Untersuchung als Zuständigkeit des Parlaments, die diese ohne Beeinträchtigung durchführen können müsse. Verbündete Johnsons hatten die Aufarbeitung von dessen Handeln während der verbotenen Lockdown-Partys in der Downing Street wiederholt kritisiert. Der Abgeordnete Stephen Greenhalgh, der für die Tories im Oberhaus sitzt, sagte, er sei besorgt, die Untersuchung werde sich zu einer „Hexenjagd“ entwickeln.
Die EU hat ihre Sanktionen gegen den Iran zum dritten Mal in diesem Jahr verschärft. Die EU-Außenminister verhängten gestern Vermögens- und Einreisesperren gegen acht Personen und eine Institution. Darunter sind Mitglieder der iranischen Justiz. Die EU macht sie für ungerechtfertigte Todesurteile gegen Demonstranten verantwortlich.
Im Streit über das geplante Verbot neuer Öl- und Gasheizungen hat die Union eigene Vorschläge zur Senkung der Emissionen im Gebäudesektor gemacht. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt forderte in der „Bild“-Zeitung einen Klimabonus für den Austausch alter Heizungen in Höhe von 80 Prozent der Kosten. Zudem müsse es eine „Abwrackprämie für Energiefresser“ geben. „Es braucht Anreize statt Verbote, um die Menschen davon zu überzeugen, dass Klimaschutz auch wirtschaftlich sinnvoll ist“, sagte Dobrindt.
Vertreter der Regierung und der Huthi-Rebellen im Jemen wollen in den kommenden Wochen mehrere hundert Gefangene austauschen. Es sei eine „Vereinbarung“ erzielt worden, die den Austausch von mehr als 880 Gefangenen vorsehe, sagte der Huthi-Vertreter Abdelkader al-Murtada.
Thailands Ministerpräsident Prayut Chan-O-Cha hat das Parlament aufgelöst und damit den Weg für Neuwahlen am 7. oder 14. Mai geebnet. Es ist die zweite Wahl seit dem Staatsstreich von 2014. Bei der Wahl konkurrieren der Ex-Armeechef Prayut, der 2014 durch den Putsch an die Macht gekommen war, und Paetongtarn Shinawatra, die Tochter des Ex-Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra.