Anderthalb Monate nach den verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien haben deutsche Visa-Stellen mehr als 4500 Einreiseerlaubnisse für Betroffene erteilt. Bis vergangenen Freitag wurden 4539 entsprechende Visa ausgestellt, wie „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Donnerstagsausgaben) unter Berufung auf das Auswärtige Amt berichteten. Die Menschen können vorübergehend bei Verwandten in Deutschland unterkommen. Die Bundesregierung hatte wenige Tage nach dem Beben Anfang Februar beschlossen, Opfern mit Angehörigen in Deutschland die Einreise mit Kurzzeit-Visa erheblich zu erleichtern.
Die US-Armee hat ihre Militärpräsenz in Polen verstärkt und ihre erste ständige Garnison in dem Nato-Land in Dienst gestellt. Aufgabe der Einheit in Posen sei die Infrastruktur-Unterstützung für alle in Polen stationierten US-Soldaten, teilte das Verteidigungsministerium in Warschau gestern mit. Die Garnison umfasst 13 Soldaten und 140 zivile Beschäftigte. Laut Pentagon sind in Polen etwa 11 000 US-Soldaten stationiert.
Spaniens Rechtspopulisten sind mit dem Versuch gescheitert, Ministerpräsident Pedro Sánchez zu stürzen. Das Unterhaus des Parlaments in Madrid lehnte das Misstrauensvotum der Partei Vox am Mittwoch mit einer klaren Mehrheit von 201 zu 53 Stimmen bei 91 Enthaltungen ab. Für die Absetzung von Sánchez stimmten bis auf eine Ausnahme nur die Abgeordneten von Vox. Es ist der zweite Misstrauensantrag von Vox gegen Sánchez in dieser Legislatur. Der Koalition aus der sozialistischen PSOE und dem Links-Bündnis Unidas Podemos wirft Vox die „Förderung der illegalen Einwanderung“ und die Zusammenarbeit mit Kataloniens Separatisten vor.
Der britische Premierminister Rishi Sunak hat in den drei Jahren bis 2022 seinen Steuererklärungen zufolge rund 4,7 Millionen Pfund (rund 5,3 Millionen Euro) verdient, einschließlich Kapitaleinkünften. Wie aus den Unterlagen hervorgeht, zahlte der frühere Investmentbanker rund 1,05 Millionen Pfund Steuern. Der Regierungschef war in den vergangenen Monaten unter anderem wegen seines luxuriösen Lebensstils und der Steuermoral seiner wohlhabenden Frau in die Kritik geraten. Die „Sunday Times“ schätzte das das Privatvermögen des Paars auf 730 Millionen Pfund.