zur Trump-Anklage:

von Redaktion

PRESSESTIMMEN

„Grundsätzlich sollten mögliche politische Konsequenzen für die Justiz keine Rolle spielen. Die erstmalige Anklage eines ehemaligen Präsidenten muss aber juristisch überzeugend erscheinen – zumal wenn sich dieser erneut um das höchste Amt bewirbt. Andernfalls entsteht tatsächlich der Eindruck, sie erfolge mit der Absicht, einem politischen Gegner zu schaden. Das untergräbt das Vertrauen in den Rechtsstaat und droht Trumps Behauptung zu bestätigen, gegen ihn sei eine Hexenjagd im Gang.“

Neue Zürcher Zeitung

„Viel spricht dafür, dass Donald Trump auch noch wegen seiner Versuche angeklagt wird, das Wahlergebnis von 2020 umzukehren – also einen Putsch zu orchestrieren. Wen wird das beeindrucken? Die Vorstellung, dass ein früherer Präsident Gesetze gebrochen haben kann und sich trotzdem wieder um das höchste Amt bewirbt, wird dann schon nichts Neues mehr sein.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Paradox ist, dass die Anklage seine Chancen auf das Präsidentenamt stärken könnte. Der Schulterschluss mit Trump verwischt die Grenze zwischen gemäßigten und extremen Republikanern, aber seine persönlichen Probleme mit der Justiz dürfen nicht den Diskurs der Partei bestimmen und die mächtigste Demokratie der Welt beschädigen.“

El Mundo (Madrid)

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