Russland hat die Übergabe eines atomwaffenfähigen Raketenkomplexes vom Typ Iskander-M an die Nachbarrepublik Belarus bestätigt. „Ein Teil der belarussischen Flugzeuge der Jagdgeschwader hat die Möglichkeit erhalten, mit atomar ausgestatteten Vernichtungsmitteln Schläge gegen Feindobjekte zu führen“, sagte Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Moskau. Er bestätigte auch den Beginn der Ausbildung belarussischer Soldaten an den russischen Atomraketen. Laut Schoigu können die Raketen von Iskander-M sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen.
Die Bundeswehr plant gemeinsam mit der Nato und Verbündeten eine großangelegte Übung von Luftstreitkräften, die vom 12. bis zum 23. Juni hauptsächlich in Deutschland stattfinden soll. 220 Flugzeuge aus 24 Ländern sollen am Manöver „Air Defender 2023“ teilnehmen, kündigte der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz in der US-Hauptstadt Washington an. Die USA nehmen bei der Übung eine zentrale Rolle ein. Sie beteiligen sich den Angaben zufolge mit etwa 100 Flugzeugen und circa 2000 Soldaten daran.
Zum Abschluss seiner Beratungsarbeit in der Pandemie ist der Corona-Expertenrat der Bundesregierung am Dienstag zu einem Mittagessen mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) zusammengekommen. Wie von der Regierung vorab angekündigt, wollte Scholz den Mitgliedern anlässlich des Treffens im Kanzleramt für ihre wichtige Arbeit danken. Das Gremium mit 19 Wissenschaftlern hatte Ende 2021 die Arbeit aufgenommen und zwölf Stellungnahmen zu verschiedenen Aspekten des Krisenmanagements veröffentlicht. Angesichts der entspannteren Lage stellt es nun die Arbeit ein.
Laut der Ehefrau von Julian Assange leidet der Wikileaks-Gründer zunehmend unter der langjährigen Inhaftierung in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis. „Sein körperlicher Zustand wird mit jedem Tag schlechter, denn das passiert eben, wenn man einen Menschen bis zu 20 Stunden am Tag einsperrt, Besuche einschränkt und auf grausame Weise mit seinem Wohlbefinden umgeht“, sagte Stella Assange vor dem Gefängnis Belmarsh, in dem Assange seit vier Jahren inhaftiert ist. „Aber er versucht, nicht aufzugeben und weiter zu kämpfen.“