Macron vor heikler Reise nach China

von Redaktion

Paris – Es ist sein dritter Besuch in China – und der bedeutendste: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hofft bei seinem Treffen mit seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping auf Fortschritte bei der Lösung des Ukraine-Kriegs. „China ist das einzige Land, das einen direkten und radikalen Einfluss auf den Konflikt haben kann – in die eine oder andere Richtung“, betonte der Elysée-Palast vor dem dreitägigen Staatsbesuch, der am Mittwoch beginnt. Um seiner Stimme Gewicht zu verleihen, hat Macron EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eingeladen. Beide zusammen wollen Xi in einem für Donnerstag geplanten Gespräch dazu bewegen, auf Distanz zu Russland zu gehen und keine Waffen zu liefern. „Falls China diese verhängnisvolle Entscheidung treffen sollte, hätte dies einen großen strategischen Effekt“, hieß es in Paris. „Wir wollen das Schlimmste verhindern.“ Das betont freundschaftliche Treffen von Xi und Wladimir Putin im März hat die Hoffnungen auf eine Vermittlerrolle Chinas jedoch erheblich gedämpft.

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