PRESSESTIMMEN
„Große Koalitionen sind zwar seit einiger Zeit unbeliebt. Doch bietet dieses Bündnis die einzige Chance für einen Aufbruch in der Hauptstadt. Denn die Grünen, mit denen die CDU ganz gerne koaliert hätte, haben sich mit ihrem arroganten und ideologisch überschießenden Verhalten selbst aus dem Spiel genommen. Franziska Giffey hat daraus für sich den einzig richtigen Schluss gezogen: Lieber Bausenatorin unter CDU-Bürgermeister Kai Wegner als Stadt-Chefin von grünen Gnaden. Nur so kann die Wahlverliererin ihre Glaubwürdigkeit retten.“
„Am Beispiel der Hauptstadt zeigt sich, dass die Parteien in der Lage sind, aus sehr schwierigen Wahlergebnissen auch vernünftige Schlüsse zu ziehen – zweifellos eine Stärke der Parteiendemokratie in Deutschland. Ohne bundespolitische Folgen bleibt eine Hauptstadtkoalition aus CDU und SPD nicht.“
„Den Kanzler und seine SPD muss die kleine Renaissance von Schwarz-Rot hingegen nachdenklich stimmen. Juniorpartner zu sein, hat den Sozialdemokraten fast nie genutzt. Die Merkel-Zeit lässt grüßen. Sieht man vom Saarland und Niedersachsen ab, bröckelt in den Ländern einiges weg. Eine Groko in Berlin ist daher kein Ausdruck sozialdemokratischer Stärke.“