IN KÜRZE

EVP-Chef Weber will Pakt mit Tunesien Neuer Atomreaktor in Finnland Lula will mit China in Kiew vermitteln Machtkampf im Sudan fordert Tote

von Redaktion

Angesichts steigender Flüchtlingszahlen über die Mittelmeer-Route fordert EVP-Chef Manfred Weber (CSU), mit Tunesien Verhandlungen über einen Flüchtlingspakt nach dem Vorbild des Türkei-Abkommens aufzunehmen. Die EVP will heute eine Debatte im Europäischen Parlament zum Thema beantragen, berichtet die „Bild“-Zeitung. „Die EU schlafwandelt in eine neue Migrationskrise, obwohl der rasant steigende Migrationsdruck offensichtlich ist“, so Weber.

Während Deutschland seine letzten drei Atomkraftwerke vom Netz genommen hat, ist in Finnland mit mehr als zwölf Jahren Verspätung ein neuer Atomreaktor ans Netz gegangen. „Alle Tests sind abgeschlossen, und die reguläre Stromproduktion hat heute begonnen“, teilte der Betreiber TVO mit. Der Druckwasserreaktor der Marke EPR ist der dritte Reaktor im Atomkraftwerk Olkiluoto im Südwesten Finnlands und soll laut TVO „14 Prozent der Stromproduktion des Landes“ abdecken. Der Reaktor Olkiluoto 3 wurde vom deutsch-französischen Konsortium Areva-Siemens errichtet, Baubeginn war 2005. Mit 1600 Megawatt ist es der leistungsstärkste Atomreaktor in Europa.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva will mit China und den Vereinigten Arabischen Emiraten im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine vermitteln. Er habe diese Idee bereits mit den Führungen der beiden Länder besprochen, sagte Lula am Sonntag bei einem Antrittsbesuch in Abu Dhabi. Zuvor hatte er bei einem Besuch in Peking die USA aufgefordert, die militärische Unterstützung für die Ukraine einzustellen. Lula schlug vor „eine andere Art von G20 zu schaffen, um diesen Krieg zu beenden und Frieden zu schaffen“.

Erbitterte Kämpfe zwischen Streitkräften und einer einflussreichen paramilitärischen Gruppe im Sudan haben das nordostafrikanische Land in eine schwere Staatskrise gestürzt. Sudanesischen Ärzten zufolge gab es bis Sonntag Dutzende Tote und Hunderte Verletzte zu beklagen. Mehr als 24 Stunden nach Beginn der Gefechte konnten bis Sonntagmittag scheinbar weder das Militär noch die paramilitärischen Rapid Support Forces die Oberhand gewinnen. Weltweit wächst die Sorge, dass der Konflikt eskalieren könnte.

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