Die konservative britische Regierung kommt nicht aus den Negativschlagzeilen: Der Beauftragte für die Einhaltung des Verhaltenskodex für Abgeordnete hat eine Untersuchung gegen Premierminister Rishi Sunak eingeleitet. Wie aus einem Eintrag auf der Webseite des Parlaments in London hervorgeht, geht es um eine versäumte Deklarierung eines Interessenkonflikts. Der Fall dreht sich um Anteile, die Sunaks Ehefrau Akshata Murty an einer Agentur für Kinderbetreuungs hält, die von einer geplanten Regierungsmaßnahme profitieren dürfte.
Nach neuen mysteriösen Vergiftungen an Mädchenschulen im Iran hat ein Parlamentsabgeordneter Aufklärung gefordert. Trotz der Monate anhaltenden Vergiftungswelle gebe es immer noch keine Antworten, sagte der Abgeordnete Behsad Rahimi am Montag laut dem Pressedienst des iranischen Parlaments. Menschenrechtler berichteten über neue mutmaßliche Giftanschläge am Sonntag und Montag.
Der Kreml-Kritiker Wladimir Kara-Mursa ist zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Nach einem Prozess hinter verschlossenen Türen gab das Gericht in Moskau bekannt, dass der Oppositionelle des „Hochverrats“, der „Verbreitung von Falschinformationen“ über die russische Armee und der illegalen Arbeit für eine „unerwünschte“ Organisation schuldig sei. Im Ausland wurde das Urteil mit Empörung aufgenommen und die umgehende Freilassung des Oppositionellen gefordert. Kara-Mursa erhielt eine Gesamtstrafe von 25 Jahren in einer Strafkolonie mit „strengen Haftbedingungen“. Das entspricht dem Antrag der Staatsanwaltschaft.
Ein 16-jähriger Teenager wurde in Kansas City, USA, angeschossen, nachdem er versehentlich an der falschen Haustür geklingelt hatte. Der schwarze Jugendliche habe seine Geschwister abholen wollen, dann aber vor dem falschen Haus gestanden, berichten mehrere US-Medien. Daraufhin habe der Hausbesitzer auf ihn geschossen. Der Zustand des Jungen sei stabil, heißt es von der Polizei. Sie schloss eine rassistische Komponente nicht aus. Der Verdächtige sei für 24 Stunden in Gewahrsam genommen worden, inzwischen aber wieder frei. Der erneute Fall von Waffengewalt löste scharfe Proteste in Kansas City aus.