Corona: AfD-Mann lag wochenlang im künstlichen Koma

von Redaktion

Berlin – Der AfD-Bundestagsabgeordnete Thomas Seitz lag während seiner schweren Corona-Erkrankung Ende 2020 etwa drei Wochen im künstlichen Koma. Das schilderte er bei einer Pressekonferenz der AfD-Fraktion in Berlin. Die staatlichen Schutzmaßnahmen hält der 55-Jährige im Rückblick dennoch für unangemessen. Einen Widerspruch sieht er darin nicht. „Man darf nicht das eigene Schicksal zum Maßstab für alle machen“, sagte er. Der Abgeordnete war im November 2020 vor seiner Erkrankung im Bundestag demonstrativ mit einer löchrigen Maske aufgetreten.

Hintergrund ist ein Antrag der AfD-Fraktion auf Einsetzung eines Untersuchungsausschusses zur Corona-Politik der Bundesregierung, über den der Bundestag heute abstimmen soll. Das Vorhaben wird von den anderen Fraktionen abgelehnt. Um einen Untersuchungsausschuss einzusetzen, muss ein Viertel der Parlamentarier zustimmen, das wären 184 Stimmen. Die AfD verfügt über 78.

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