Mehr Geld für Rüstung

von Redaktion

Sprunghafter Anstieg der Militärausgaben

Stockholm – Die Militärausgaben in Europa sind einem Bericht zufolge 2022 so stark gestiegen wie seit 30 Jahren nicht mehr. Im Jahr des Kriegsbeginns in der Ukraine gab es ein Wachstum von 13 Prozent, wie das Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri mitteilte. Auch weltweit erreichten die Militärausgaben mit einem Plus von 3,7 Prozent einen neuen Höchstwert. Am stärksten investierten mit Abstand die USA mit 877 Milliarden Dollar, gefolgt von China. Insgesamt hätten der russische Einmarsch in der Ukraine und Spannungen in Ostasien die Ausgaben in die Höhe schnellen lassen.

„Natürlich hängt das mit den gestiegenen Budgets in Russland und der Ukraine zusammen, aber auch damit, dass die Nato ihre Mitglieder dazu drängt, die Rüstungsetats auf mindestens zwei Prozent des Bruttosozialprodukts zu erhöhen“, erklärte Sipri-Direktor Dan Smith. Viele europäische Länder hätten gleichwohl auf den Krieg von sich aus mit einer starken Erhöhung des Verteidigungsbudgets reagiert.

Mit Blick auf die Ukraine, die ihre Ausgaben um 640 Prozent auf 44 Milliarden Dollar erhöhte, sagte Smith, dass es einen ähnlichen Anstieg seit Erhebung der Daten bisher in noch keinem Land gegeben habe. „Russland hat seine Ausgaben um knapp 10 Prozent auf 86,4 Milliarden Dollar erhöht.“  kna

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