US-Datenleck: Ausmaß größer als angenommen

von Redaktion

Washington – Im Fall des Datenlecks von US-Geheimdienstdokumenten gehen die Ermittler davon aus, dass der Verdächtige auf weitaus mehr Verschlusssachen zugegriffen hat als bisher bekannt. „Die Informationen, zu denen der Angeklagte Zugang hatte – und auch zugriffen hat –, gehen weit über das hinaus, was bisher im Internet veröffentlicht wurde“, heißt es in einem Schreiben der Staatsanwälte. Für Donnerstag war ein Haftprüfungstermin angesetzt. Die Anklage fordert, den festgenommenen IT-Spezialisten des Militärs im Gefängnis zu behalten. Dem Anfang 20-jährigen Jack Teixeira drohen bei einer Verurteilung mindestens 25 Jahre Gefängnis. Teixeira steht im Verdacht, streng vertrauliche Dokumente in einem geschlossen Chat-Raum veröffentlicht zu haben. Von dort aus sollen sie sich weiterverbreitet haben. Die Verschlusssachen enthalten etwa Informationen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, aber auch Details zu angeblichen Spähaktionen der USA gegen Partner. Die Staatsanwaltschaft fürchtet, dass er feindliche Staaten mit weiteren Informationen versorgen könnte und will ihn darum in Haft behalten.

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