Zwei Bluttaten in zehn Tagen?

von Redaktion

Fitnessstudio-Angreifer soll auch Partygast getötet haben

Duisburg – Nach einem doppelten Treffer beim DNA-Abgleich gibt es einen weiteren schweren Vorwurf gegen den 26-jährigen Verdächtigen der Fitnessstudio-Attacke in Duisburg: Der Mann soll zehn Tage zuvor ganz in der Nähe schon einmal zugestochen und einen Menschen getötet haben. An Ostern war ein 35-jähriger Partygast in der Altstadt unter ungeklärten Umständen mit zahlreichen Messerstichen tödlich verletzt worden. Es bestehe „dringender Tatverdacht“ gegen den Syrer auch in dieser Sache, teilte der Generalstaatsanwalt gestern mit.

Wichtigstes Beweismittel ist ein beschlagnahmter Schuh des Verdächtigen. An dem Schuh seien sowohl Blutspuren der Opfer der Fitnessstudio-Attacke mit vier Schwerverletzten als auch des an Ostern getöteten Partygasts festgestellt worden seien, sagte Anna Stelmaszczyk, Referatsleiterin im NRW-Justizministerium im Innenausschuss des NRW-Landtags. Die Zentralstelle Terrorismusverfolgung des Landes hat die Ermittlungen übernommen. Denn auf dem Mobiltelefon des 26-Jährigen seien Texte und Bilder gefunden worden, die auf den ersten Blick auf einen islamistischen Bezug hindeuteten, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). So scheint zunächst einiges für einen von der Polizei im Blitztempo aufgeklärten Fall zu sprechen: Drei Minuten nach dem ersten Notruf aus dem Fitnessstudio waren die ersten Beamten am Tatort.

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