München – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht von einer „Nacht des Terrors“: Bei schweren russischen Raketenangriffen wurden in der ostukrainischen Stadt Uman zehn Wohngebäude getroffen – mindestens 23 Menschen starben, darunter vier Kinder, wie das Innenministerium auf Telegram mitteilte. Auch in der Stadt Dnipro kamen bei den nächtlichen Angriffen eine Frau und ein Kind ums Leben. Einsatzkräfte suchten in den Trümmern nach weiteren Opfern. Es gab 18 Verletzte, von denen neun im Krankenhaus behandelt wurden. Zudem war Kiew dem heftigsten Bombardement seit gut 50 Tagen ausgesetzt.
Selenskyj geißelte die Angriffe: „Auf den russischen Terror muss ein gerechter Gegenschlag der Ukraine und der Welt erfolgen. Und das wird geschehen.“ Während der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow erklärte, die Frühjahrsoffensive sei „im weitesten Sinne“ vorbereitet, stellt der Kreml-Chef die Weichen für die Russifizierung der besetzten Gebiete im Donbass: Wladimir Putin unterzeichnete laut der Nachrichtenagentur Ukrinform ein Dekret, wonach die Menschen in den annektierten Regionen russische Staatsbürger werden. Wer das ablehnt, gilt ab 1. Juli 2024 als Ausländer und kann abgeschoben werden. kr/afp