Die erwartete Gegenoffensive der Ukraine könnte nach den Worten des Chefs der Söldnergruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, für Russland zur „Tragödie“ werden. Prigoschin sagte am Sonntag in einem Interview mit dem russischen Militärblogger Semjon Pegow, er rechne Mitte Mai mit dem Beginn der ukrainischen Gegenoffensive. „Diese Gegenoffensive könnte zu einer Tragödie für unser Land werden.“ Prigoschin beklagte sich erneut über eine unzureichende Versorgung seiner Kämpfer in der Ukraine mit Munition. „Wir haben nur zehn bis 15 Prozent der Granaten, die wir brauchen.“ » KOMMENTAR
Bei neuen russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens ein Mensch getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden. In der östlichen Region Dnipropetrowsk wurden nach Behördenangaben am Montag 34 Menschen verletzt, darunter fünf Kinder. 18 Marschflugkörper seien von Russland abgeschossen, 15 davon von der ukrainischen Luftwaffe zerstört worden, hieß es vonseiten der Ukraine. Zuvor war am Sonntag in der Region Cherson ein Mensch getötet worden.
Schlag gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS): Der türkische Geheimdienst hat Regierungsangaben zufolge bei einem Einsatz in Syrien den Anführer der Extremistengruppe „neutralisiert“, wie Präsident Recep Tayyip Erdogan sagte. Mit dem Begriff der „Neutralisierung“ ist wahrscheinlich die Tötung gemeint. Es handele sich um Abu al-Husain al-Husaini al-Kuraischi, den die Türkei laut Erdogan lange verfolgt hat. Der IS hatte ihn im November 2022 zum neuen „Emir“ der Terrormiliz ausgerufen.
In Usbekistan haben die Menschen mit großer Mehrheit für ein Verfassungsreferendum gestimmt, das dem amtierenden Präsidenten Schawkat Mirsijojew weitere Amtszeiten bis 2040 ermöglicht. Laut vorläufigen Ergebnissen stimmten rund 90 Prozent der Usbeken für die vorgeschlagenen Änderungen. Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kritisierten das Referendum. Nun soll der Präsident künftig für sieben Jahre gewählt werden. Bisher waren es fünf. Die Amtszeiten des Präsidenten werden weiterhin auf zwei begrenzt – die zwei Amtszeiten des amtierenden Präsidenten Mirsijojew werden jedoch nicht angerechnet.