IN KÜRZE

Belarus: 8 Jahre Haft für Oppositionellen Einsatz im Kosovo wird fortgesetzt

von Redaktion

Der belarussische Oppositionelle Roman Protassewitsch ist von einem Gericht in Minsk zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Regionalgericht habe den einstigen Chefredakteur des oppositionellen Mediums Nexta „zu acht Jahren in einem Straflager verurteilt“, berichtete die belarussische Nachrichtenagentur Belta. Die Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja erklärte, Minsk zeige mit der Verurteilung „am Tag der Pressefreiheit erneut seine Missachtung gegenüber Gerechtigkeit“. Dem seit Juni 2021 unter Hausarrest stehenden Journalisten wurde vorgeworfen, bei der Koordinierung der Massenproteste gegen Staatschef Alexander Lukaschenko geholfen zu haben. Protassewitsch war am 23. Mai 2021 gemeinsam mit seiner Freundin Sofia Sapega festgenommen worden. Beide waren an Bord einer Ryanair-Maschine auf dem Weg von Athen nach Vilnius.

Das Bundeskabinett hat die Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes im Kosovo beschlossen. Wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte, sollen unverändert maximal 400 deutscheSoldaten in die Nato-geführte Kfor-Mission entsandt werden können. Er verwies zur Begründung auf Spannungen im Norden Kosovos an der Grenze zu Serbien. Zudem sei der Einsatz „gerade mit Blick auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine von hohem geostrategischen Interesse für Deutschland“. Die Mission ist seit 1999 für Sicherheit und Stabilität im Kosovo verantwortlich. Die Bundeswehr war von Anfang an dabei.

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