Mit eindringlichen Aufrufen von Kanzler Olaf Scholz (SPD) und Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) für mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung ist der Petersberger Klimadialog in Berlin zuende gegangen. Schwerpunkte waren konkrete Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die internationale Klimafinanzierung. Scholz sagte einen deutschen Beitrag von zwei Milliarden Euro für den Grünen Klimafonds zu. Der Kanzler stellte sich hinter das „klare Ziel“, den Zubau erneuerbarer Energien bis 2030 weltweit zu verdreifachen. Mit Blick auf den rasanten Umbau nicht nur der deutschen Energieversorgung als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine hob er hervor: „Wir mögen unterschätzt haben, was wir in einem Jahr ändern können, umso mehr wissen wir jetzt, was in zehn Jahren möglich ist.“
Im Koblenzer Prozess gegen eine IS-Anhängerin hat die Angeklagte bestritten, gegenüber ihrer damaligen Sklavin Gewalt angewandt zu haben. „Zu keinem Zeitpunkt“ habe sie gegenüber der Jesidin Zwang ausgeübt, „weder physisch noch psychisch“, las ihr Verteidiger vor. „Als ich sie das erste Mal sah, war sie unterernährt und psychisch angeschlagen.“ Auch vom Sex zwischen ihrem Mann und der Jesidin habe sie erst später erfahren. „Ich bereue zutiefst, dass ich nicht mehr für sie getan habe und ich schäme mich dafür.“
Die ehemalige AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann hat zeitweise eine Wahrsagerin in ihrem Bundestagsbüro beschäftigt. Die Astrologin zähle wie Malsack-Winkemann zu den Beschuldigten in dem Verfahren gegen ein Netzwerk aus Reichsbürgern um den Frankfurter Geschäftsmann Heinrich XIII. Prinz Reuß, berichtete „Die Zeit“. Beide Frauen sitzen in Untersuchungshaft. Aus Bundestagsunterlagen gehe hervor, dass die Wahrsagerin in Teilzeit zwischen Juli und Oktober 2021 rund 11 800 Euro Gehalt aus Steuermitteln erhalten hat.
Die Generalstaatsanwaltschaft Naumburg hat gegen den zu lebenslanger Haft verurteilten Halle-Attentäter Stephan B. erneut Anklage erhoben. B. wird eine Geiselnahme in der Justizvollzugsanstalt Burg (Sachsen-Anhalt) am 12. Dezember 2022 zur Last gelegt, teilte die Behörde in Naumburg mit. Er habe zwei Vollzugsbeamte in seine Gewalt gebracht, um aus dem Gefängnis zu fliehen.