Selenskyj überraschend in Finnland

von Redaktion

Auch die Berliner Polizei bereitet sich auf einen Besuch im Mai vor

Helsinki/Berlin – Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist überraschend nach Finnland gereist und hat sich dort für die Unterstützung bedankt. Er danke der finnischen Gesellschaft für die Hilfe für sein Land und sein Volk, sagte der Präsident bei einem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö.

Selenskyj zeigte sich überzeugt, dass Kiew auch bald westliche Kampfjets erhalten werde. „Bald werden wir in die Offensive gehen und danach wird man uns Flugzeuge geben“, betonte er. Er erinnerte dabei daran, dass den Lieferungen von Haubitzen und Panzern auch erfolgreiche ukrainische Offensivaktionen vorangegangen seien. „Ich wünschte mir, dass es umgekehrt sei, dann wäre es leichter. Wir sind aber trotzdem dankbar.“

Selenskyjs Reise war bis kurz vor seiner Ankunft am Flughafen Helsinki-Vantaa geheim gehalten worden. Hingegen hat nun die Berliner Polizei überraschend bekannt gegeben, sie sich auf einen Besuch Selenskyjs am 13. und 14. Mai vorbereitet. Für den 14. Mai ist die Verleihung des Karlspreises an Selenskyj in Aachen geplant, zu der auch Kanzler Olaf Scholz, EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki erwartet werden. Bisher wurde aber nicht bestätigt, dass der ukrainische Präsident persönlich dabei sein wird.

Weder das Kanzleramt noch die ukrainische Botschaft äußerten sich zum Berlin-Besuch. Allerdings soll es laut t-online in Kiew Unmut über die Bekanntgabe geben. Der Vorgang sei „unverantwortlich“ und könne „einen möglichen Besuch des ukrainischen Präsidenten in Frage stellen“, werden regierungsnahe Kreise zitiert.

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