Ein besonderer „Herzkino“-Film

Dieses Projekt verdient Anerkennung

von Redaktion

VON STEFANIE THYSSEN

Es ist ja nicht so, dass es im Fernsehen nichts gäbe über das große Thema Leben mit Behinderung. Vor allem ARD und ZDF haben schon aufrüttelnde, aufklärende und anrührende Dokumentationen und Reportagen darüber gesendet, wie es ist, wenn man nicht dem entspricht, was irgendwie unter „normal“ subsumiert wird.

Dass aber – wie nun am Sonntag und Montag im ZDF – zwei Schauspieler mit Trisomie 21 die Hauptrollen in einem „Herzkino“-Zweiteiler zur besten Sendezeit übernommen haben, ist keine Selbstverständlichkeit und verdient Anerkennung. Zumal Benjamin Raue und Juliane Siebecke herrlich miteinander agieren, richtig klasse spielen, auf eine Art, die unterhält und zum Nachdenken anregt. Dass der Film stellenweise etwas behäbig inszeniert ist, liegt sicher nicht an den beiden. Von ihnen wird man in Zukunft noch etwas hören und vor allem sehen. Beide haben angegeben, dass die Schauspielerei ihr Traumberuf sei.

Vorreiter in dieser Hinsicht waren übrigens vor einem Jahr RTL+ und Vox mit dem Film „Weil wir Champions sind“. Da trainierte Wotan Wilke Möhring eine bunte Truppe geistig behinderter Basketballer – auch das ein großer Spaß für die Zuschauer, der den Ernst der Sache zu keiner Zeit leugnete. Davon darf es mehr geben.

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