IN KÜRZE

Wagenknecht gegen Preis für Selenskyj Brand in südrussischer Öl-Raffinerie Antibiotika auch in Kliniken knapp Herbe Niederlage für Sunaks Tories

von Redaktion

Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sieht den ukrainischen Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj als ungeeigneten Träger des Karlspreises der Stadt Aachen. Europa sei nach dem Zweiten Weltkrieg als Projekt des Friedens gegründet worden. „Wer den Karlspreis erhält, sollte alles dafür tun, den Krieg in der Ukraine durch Verhandlungen und einen Kompromissfrieden zu beenden“, sagte die Bundestagsabgeordnete. Wagenknecht ergänzte, es wäre gut, wenn Kanzler Olaf Scholz (SPD) „Selenskyj überzeugen könnte, einen solchen Weg von seiner Seite zu ermöglichen“.

Im Süden Russlands ist zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ein Feuer auf dem Gelände einer Öl-Raffinerie ausgebrochen. Verletzt worden sei bei dem Vorfall unweit der von Russland annektierten ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim niemand, teilte der Zivilschutz mit. Unter Berufung auf Rettungskräfte vor Ort hieß es, das Feuer in der Siedlung Ilski, wo es bereits in der Nacht zum Donnerstag gebrannt hatte, sei erneut durch einen Drohnen-Angriff ausgelöst worden.

Der Mangel an Antibiotika für Kinder zeigt sich nun auch in den Kliniken, die normalerweise besser mit Medikamenten versorgt sind als Arztpraxen. Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, sagte, der Arbeitsaufwand, den die Kliniken für die Beschaffung von Medikamenten mit Lieferengpässen betreiben müssten, sei „überbordend“. Gaß sprach von einem „Alarmsignal“, wenn Antibiotika oder Krebsmedikamente in Deutschland plötzlich nicht mehr flächendeckend vorhanden seien.

Die Konservative Partei von Premierminister Rishi Sunak hat bei Kommunalwahlen in England eine krachende Niederlage erlitten. Bis zum Freitagabend verloren die Tories bereits mehr als 1000 Sitze in Gemeinderäten. Damit stand fest: Erstmals seit 2002 ist die Oppositionspartei Labour mit einem Plus von bislang 500 Sitzen auf Lokalebene die stärkste Kraft im Land. Manche verglichen den Wahlausgang bereits mit den Kommunalwahlen von 1996, die dem überwältigenden Sieg von Labour unter Ex-Premier Tony Blair bei der Parlamentswahl ein Jahr später vorausgingen. Die Abstimmung galt als erster Stimmungstest für Sunak – auch diesmal folgt in gut einem Jahr eine Parlamentswahl. Mit der herben Schlappe gerät der Premier nun auch innerparteilich unter Druck.

Artikel 6 von 11