IN KÜRZE

Hohe Beteiligung an Türkei-Wahl Woelki: Ermittlung wegen Meineids Israel tötet gezielt Dschihad-Mitglieder Iran: Mehr als 200 Hinrichtungen Taliban nehmen Journalisten fest

von Redaktion

Für rund 3,4 Millionen Wahlberechtigte im Ausland endet an diesem Dienstag die Abstimmung für die Parlaments- und Präsidentschaftswahl in der Türkei. Unter den 1,5 Millionen Menschen in Deutschland mit türkischem Pass zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. Binnen elf Tagen – also bis zum vergangenen Sonntag – haben in Deutschland 642 000 Personen gewählt, berichtete Yunus Ulusoy vom Zentrum für Türkeistudien – im Vergleich zur Wahl 2018 ein Zuwachs von 19 Prozent.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat ihre Ermittlungen gegen Kardinal Rainer Maria Woelki ausgeweitet. Dies gehe auf die Strafanzeige einer Privatperson zurück, die dem Kölner Erzbischof Meineid vorwerfe, sagte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn gestern. Die Anzeige werfe Woelki vor, in seiner beeideten Aussage vor dem Kölner Landgericht unrichtige Aussagen gemacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft habe einen Anfangsverdacht in dieser Hinsicht bejaht.

Israel hat drei ranghohe Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Islamischer Dschihad im Gazastreifen gezielt getötet. Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums kamen bei den Luftangriffen in der Nacht zu Dienstag insgesamt 13 Menschen ums Leben, darunter ein Zahnarzt mit russischer Staatsbürgerschaft sowie seine Frau und sein Sohn. Militante Gruppen kündigten Vergeltung an. Israels Armee begründete den Schlag mit Angriffen aus dem Gazastreifen in den vergangenen Wochen.

Im Iran sind nach Angaben der UN in diesem Jahr bereits mindestens 209 Menschen hingerichtet worden. Darüber zeigte sich der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, entsetzt. Der Iran gehöre damit zu den Ländern mit den meisten Hinrichtungen weltweit. Am Samstag war ein gebürtiger Iraner mit schwedischem Pass hingerichtet worden.

In Afghanistan haben die regierenden Taliban Medienberichten zufolge vier Journalisten festgenommen. Dabei handele es sich um Direktoren verschiedener Radio- und Fernsehsender. Behördenvertreter sagten dem Nachrichtensender Tolonews, die Männer seien nicht festgenommen, sondern lediglich für eine wichtige Besprechung einberufen worden.

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