Kiew – Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge einige Erfolge im Kampf bei Bachmut errungen. Es seien Angriffe auf einer Breite von drei Kilometern und einer Länge von 2,6 Kilometern durchgeführt worden, sagte der Gründer des umstrittenen Regiments Asow, Andrij Bilezkyj, bei Telegram. Das Territorium sei komplett frei von russischen Soldaten.
Bei den Kämpfen südwestlich von Bachmut sollen mindestens zwei Kompanien der russischen Armee aufgerieben und Gefangene gemacht worden sein. Zuvor hatte der Chef der russischen Söldnertruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, ein Zurückweichen der regulären Armee an der Flanke seiner Einheiten beklagt.
Dauer und Verlauf des Krieges setzen Moskau nach Einschätzung der Nato immer mehr zu. „Russland ist im 15. Monat eines Krieges, von dem es dachte, er würde drei Tage dauern“, sagte der Vorsitzende des Militärausschusses, Admiral Rob Bauer, in Brüssel. Er fügte hinzu: „Goliath wankt. Und das liegt daran, dass David unterstützt von 50 Nationen aus der ganzen Welt enorme Widerstandsfähigkeit und taktische Brillanz bewiesen hat.“
Bundeswehr-Generalinspekteur Breuer hat auf die ungebrochen hohe Kampfmoral der Ukraine hingewiesen. „Ich habe nichts von Kriegsmüdigkeit erlebt, sondern einen nahezu schon unbändigen Willen, diesen Krieg nicht nur zu beenden, sondern auch zu gewinnen“, sagte Breuer nach einem Besuch vor Ort. Aktuell seien die Bodenverhältnisse wetterbedingt noch schwierig. „Die Voraussetzungen für eine umfassende Offensive waren noch nicht gegeben.“