Nachschub für die Ukraine

von Redaktion

London liefert Langstreckenwaffen – Selenskyj beim Papst?

London/Kiew – Großbritannien liefert der Ukraine wie angekündigt Raketen mit größerer Reichweite vom Typ Storm Shadow. Die Nutzung dieser Waffensysteme biete der Ukraine „die beste Möglichkeit, sich zu verteidigen“, sagte der britische Verteidigungsminister Ben Wallace im Parlament. Die russischen Kräfte könnten nun von ukrainischem Gebiet zurückgedrängt werden. Er machte keine Angaben, ob Kiew die Waffen bereits erhalten hat. Der US-Sender CNN hatte zuvor berichtet, Großbritannien habe bereits mehrere Raketen geliefert.

Die luftgestützten Raketen, die von Großbritannien und Frankreich gemeinsam entwickelt wurden, haben laut Hersteller eine Reichweite von mehr als 250 Kilometern. Damit können sie Ziele auf der von Russland annektierten ukrainischen Halbinsel Krim erreichen.

Trotz des Nachschubes zögert die ukrainische Armee den Start ihrer angekündigten Großoffensive noch etwas hinaus, weil noch nicht alle versprochenen Militärfahrzeuge eingetroffen sind. Mit dem Material, das schon da sei, könne man zwar angreifen und auch Erfolg haben, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj der BBC. „Aber wir würden viele Menschen verlieren. Ich finde, das ist inakzeptabel.“ Konkret nannte der Staatschef gepanzerte Fahrzeuge, die noch nicht eingetroffen seien.

In der umkämpften Stadt Bachmut haben ukrainische Einheiten zuletzt größere Geländegewinne erzielt. Die bis dahin erfolgreiche russische Söldnertruppe Wagner gerät dabei immer stärker in Bedrängnis, wie ihr Chef Jewgeni Prigoschin einräumte. Seine Kämpfer seien in akuter Gefahr, eingekesselt zu werden. „Angesichts fehlender Munition droht sich der ,Fleischwolf‘ nun in umgekehrter Richtung zu drehen“, schrieb er auf Telegram.

Selenskyj erwägt derweil laut italienischen Medienberichten am Wochenende einen Besuch in Rom. Dort könnte er Ministerpräsidentin Giorgia Meloni treffen und auch von Papst Franziskus empfangen werden.

Artikel 4 von 11