IN KÜRZE

Trotz Waffenruhe: Rakete trifft Israel Pakistans Ex-Premier Khan frei Klimaproteste: 2000 Verfahren in Berlin Bartsch reist in die Ukraine

von Redaktion

Israel ist trotz einer geltenden Waffenruhe aus dem Gazastreifen angegriffen worden – nach Darstellung militanter Palästinenser wegen eines „technischen Fehlers“. Eine Rakete sei am Sonntag aus dem Gazastreifen abgefeuert und in einer freien Fläche auf israelischem Gebiet niedergegangen, teilte die israelische Armee mit. Angaben über mögliche Opfer gab es zunächst nicht. Aus der Kommandozentrale der militanten Palästinenser hieß es, die Rakete sei „versehentlich“ abgefeuert worden. Man sei der von Ägypten vermittelten Waffenruhe verpflichtet. Die israelische Armee griff nach eigener Darstellung kurze Zeit später zwei Militärposten der radikalislamischen Hamas an.

Inmitten teils gewalttätiger politischer Auseinandersetzungen hat Pakistans Regierungsbündnis seine Anhänger zu Massenprotesten an diesem Montag aufgerufen. Der Appell folgt auf die Freilassung des populären Oppositionsführers Imran Khan, der am Freitag unter strengen Sicherheitsvorkehrungen ein Gericht in der Hauptstadt Islamabad verließ und in Richtung seiner Heimatstadt Lahore aufbrach. Khan kam auf Kaution frei. Der Aufruf zum Protest in Islamabad kann als versuchte Demonstration der Stärke des Regierungsbündnisses unter Premier Shehbaz Sharif gegenüber Khans Anhängerschaft verstanden werden. Seit Monaten schwelt ein Konflikt zwischen den Lagern.

Der anhaltende Protest von Klima-Aktivisten hat inzwischen zu knapp 2000 Verfahren bei der Berliner Staatsanwaltschaft geführt. Das teilte eine Sprecherin der dpa mit. In 1790 Fällen geht es um Aktionen der Klimagruppe Letzte Generation. Meist kam es zum Strafbefehl. In 23 Fällen wurde Anklage erhoben. Die restlichen Verfahren richten sich gegen Mitglieder von „Extinction Rebellion“.

Der Vorsitzende der Linksfraktion, Dietmar Bartsch, reist in die Ukraine. Bartsch werde von Dienstag bis Sonntag das Land besuchen, teilte ein Sprecher mit. Er reise gemeinsam mit dem Kandidaten der Linken bei der Bundespräsidentenwahl 2022, Gerhard Trabert. In der Linken sorgt die Frage der Haltung zum Ukraine-Krieg seit Monaten für Unruhe. Teile der Partei um die frühere Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht vertreten eine andere Sichtweise als die Parteispitze.

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