IN KÜRZE

Wasserspeicher für Atomkraftwerke SPD in Bremen lädt zu Sondierungen Neuer Haftbefehl gegen Deniz Yücel Handwerk: Es fehlen 40 000 Auszubildende

von Redaktion

Frankreichs Stromkonzern EDF will seine Atomkraftwerke für zunehmende Hitzewellen rüsten, um Betriebseinschränkungen wegen Kühlungsproblemen zu verhindern. Der Konzern prüfe Investitionen in Speicherkapazitäten für Kühlwasser, das während einer Hitzewelle wegen zu hoher Temperaturen nicht in die Flüsse zurückgeleitet werden könne, sagte EDF-Umweltdirektorin Cécile Laugier. Parallel drängt EDF auf eine Neubewertung der Umweltstandards, die die Einleitung in Flüsse begrenzen.

Nach ihrem Sieg bei der Bürgerschaftswahl lädt die SPD in Bremen andere Parteien zu Sondierungsgesprächen ein. Am heutigen Freitag wollen die Sozialdemokraten zuerst mit den Grünen sprechen und dann mit der Linkspartei, am Samstag sollen Gespräche mit der CDU folgen, wie ein Fraktionssprecher sagte. Bislang hatte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) eine rot-grün-rote Regierung geführt. Rechnerisch wäre eine Fortsetzung dieses Bündnisses ebenso möglich wie eine Koalition von SPD und CDU.

Dem Journalisten und Co-Sprecher des PEN Berlin, Deniz Yücel, droht nach Angaben der Schriftsteller- und Autorenvereinigung in der Türkei erneut eine Verhaftung. Ein Istanbuler Gericht habe am Donnerstag einen Haftbefehl gegen Yücel erlassen, teilte der PEN Berlin mit. Es sei ein Skandal, dass dieser Prozess wegen „Verunglimpfung des türkischen Staates und der türkischen Nation“ sowie wegen „Beleidigung des Staatspräsidenten“ überhaupt eröffnet worden sei, betonte der PEN Berlin. Die Vereinigung forderte, das Verfahren sofort einzustellen.

Im Handwerk sind derzeit noch knapp 40 000 Ausbildungsstellen unbesetzt. „Ich kann Jugendliche nur ermutigen: Nutzt diese 40 000 Chancen und startet eine Ausbildung“, sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Jörg Dittrich, der „Rheinischen Post“. „Wegen des großen Bedarfs an handwerklichen Fachkräften für die Transformationen brauchen wir jede und jeden im Handwerk.“ Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz könne nur einen Beitrag zur Lösung des Problems leisten. Deutschland müsse auch die inländischen Fachkräfte-Potenziale heben. » KOMMENTAR

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