IN KÜRZE

Exil-Russinnen in Berlin vergiftet? Moldau: Massendemo für EU-Beitritt Iran: Nach Exekution Angehörige verhaftet AfD in Umfragen auf Fünf-Jahres-Hoch Türkische Gemeinde erwartet Andrang

von Redaktion

In Berlin ermittelt das Landeskriminalamt zu möglichen Vergiftungserscheinungen von zwei russischen Journalistinnen, die im April an einer Konferenz des russischen Regierungskritikers Michail Chodorkowski in der deutschen Hauptstadt teilgenommen hatten. Die Frauen hatten von Schmerzen und Taubheit berichtet. Der Sachverhalt werde vom polizeilichen Staatsschutz bearbeitet, sagte ein Polizeisprecher, gab aber mit Verweis auf die laufenden Ermittlungen keine weiteren Einzelheiten bekannt.

In Moldau haben am Sonntag Zehntausende für einen Beitritt zur Europäischen Union demonstriert. Nach Polizeiangaben versammelten sich mehr als 75 000 Menschen im Zentrum der Hauptstadt Chisinau. „Wir sind gekommen, um laut, mit Selbstbewusstsein und Stolz zu sagen, dass der Platz Moldaus in der Europäischen Union ist!“, sagte die moldauische Präsidentin Maia Sandu. Die Staatschefin sagte, dass ihr Land der EU bis 2030 beitreten wolle.

Nach der Exekution dreier Demonstranten im Iran sind mehrere Familienangehörige festgenommen worden. Wie die in Norwegen ansässige Menschenrechtsorganisation Hengaw mitteilte, wurden zwei Brüder und eine Schwester des hingerichteten Madschid Kasemi festgenommen. Sie sollen sich kritisch zu den umstrittenen Prozessen geäußert haben. Immer wieder beteuerten Angehörige und Menschenrechtler die Unschuld der drei Demonstranten.

Die AfD hat in der Wählergunst laut der „Bild am Sonntag“ den höchsten Stand seit Oktober 2018 erreicht. Nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa kommt die AfD in dieser Woche auf 17 Prozent, das ist ein Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche.

Die Türkische Gemeinde erwartet angesichts der Reform des Staatsbürgerschaftsrechts mehr Anträge auf Einbürgerung. Der Chef der Gemeinde, Gökay Sofuoglu, rechnet besonders aus der zweiten Generation mit einem Andrang unter türkischstämmigen Menschen in Deutschland. Mit der Reform sollen Einbürgerungen vereinfacht und doppelte Staatsbürgerschaften grundsätzlich möglich sein.

Artikel 5 von 11