IN KÜRZE

14 000 Afghanen warten auf Ausreise Polen: Kritik wegen Auschwitz-Video Erste Handelsverträge nach dem Brexit Iran: Journalistinnen treten Haft an Die letzten Soldaten aus Mali sind zurück

von Redaktion

Mehr als 14 000 Gefährdete aus Afghanistan warten einem Bericht zufolge trotz Aufnahmezusage seit Monaten auf die Ausreise nach Deutschland. Knapp 1500 von ihnen befänden sich in Pakistan und im Iran, die große Mehrheit noch in Afghanistan, berichtete der NDR unter Berufung auf Angaben des Auswärtigen Amts. Das Bundesaufnahmeprogramm ist seit zwei Monaten wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt.

Polens nationalkonservative Regierungspartei PiS hat Aufnahmen aus dem ehemaligen deutschen Konzentrationslager Auschwitz verwendet, um eine geplante Demonstration der Opposition zu diskreditieren. Die Gedenkstätte Auschwitz verurteilte die Instrumentalisierung der Tragödie und sprach von einer „Beleidigung für die Erinnerung an die Opfer“.

Die nach dem Brexit ausgehandelten bilateralen Handelsverträge zwischen Großbritannien und Australien sowie Neuseeland sind in Kraft getreten. Die britische Wirtschaftsministerin Kemi Badenoch pries dies als „historischen Moment“. Die Abkommen sind die ersten neuen Handelsverträge Großbritanniens seit dem Brexit, die nicht nur bereits existierende Vereinbarungen mit der EU ersetzen.

Im Iran haben zwei Journalistinnen ihre einjährige Haftstrafe angetreten. Die Schwestern Sahra und Hoda Tohidi seien am Mittwoch im Ewin-Gefängnis der Hauptstadt Teheran inhaftiert worden, berichtete die Zeitung „Shargh“. Die beiden Frauen waren während der Proteste gegen die Führung der Islamischen Republik im Herbst festgenommen worden. Die Justiz verurteilte sie wegen „Propaganda gegen den Staat“.

Die Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Ausbildungsmission in Mali ist beendet. Die letzten sieben Soldaten seien am Mittwochnachmittag in Berlin gelandet, teilte die Bundeswehr auf Twitter mit. Bei der letzten Verlängerung des Einsatzes vor einem Jahr war beschlossen worden, die Präsenz in Mali herunterzufahren und den Schwerpunkt ins Nachbarland Niger zu verlegen.

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