Bei einem mutmaßlich islamistischen Angriff auf eine Militärbasis in Somalia sind Ende Mai mehr als 50 Soldaten einer Mission der Afrikanischen Union (AU) getötet worden. „Wir haben die Leichen von 54 Soldaten einschließlich eines Kommandeurs entdeckt“, erklärte Ugandas Präsident Yoweri Museveni am Samstag. Zu dem Anschlag vom 26. Mai auf den AU-Stützpunkt bekannte sich die radikalislamische Shebab-Miliz.
US-Präsident Joe Biden hat mit seiner Unterschrift eine drohende Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung endgültig abgewendet. Biden unterzeichnete das Gesetz zur vorübergehenden Aussetzung der staatlichen Schuldenobergrenze, wie das Weiße Haus mitteilte. Der Kongress hatte zuvor für das Vorhaben gestimmt, nachdem erbittert um einen parteiübergreifenden Kompromiss gerungen worden war. Biden beschwor deshalb auch die Zusammenarbeit zwischen Demokraten und Republikanern.
Afrikas Vorzeigedemokratie Senegal hat die gewalttätigsten Tage seit Jahrzehnten erlebt. Bei Zusammenstößen zwischen Unterstützern der Opposition und Sicherheitskräften sind in dem westafrikanischen Staat seit Donnerstag mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Die Proteste brachen aus, nachdem der führende Oppositionspolitiker und Präsidentschaftskandidat Ousmane Sonko wegen Missbrauchs zu zwei Jahren Haft verurteilt worden war. Ein Gericht in Dakar sah es als erwiesen an, dass der 48-Jährige eine Minderjährige in einem Schönheitssalon wiederholt missbraucht hat. Im Senegal tritt die Volljährigkeit mit 21 Jahren ein. Vom Anklagepunkt Vergewaltigung sprach das Gericht ihn frei. Sonko nannte die Vorwürfe politisch motiviert.
Zehntausende Menschen haben am Samstag in Belgrad zum fünften Mal gegen Gewalt und gegen die Führung von Staatspräsident Aleksandar Vucic demonstriert. Anlass des Protests waren zwei Amokläufe vor einem Monat. Die Demonstranten prangerten an, dass Vucic-treue private Fernsehsender Gewalt und Mafia-Kriminalität beschönigten.