Brüssel – Die Nato bereitet für den bevorstehenden Gipfel in Litauen ein umfassendes Unterstützungspaket für die Ukraine vor. Laut Generalsekretär Jens Stoltenberg wird bei dem Treffen in Vilnius ein mehrjähriges Programm vereinbart werden, um eine reibungslose Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften der Ukraine und des Bündnisses zu ermöglichen. Um Abschreckung und Verteidigung der Nato zu stärken, sind neue regionale Verteidigungspläne vorgesehen. Dafür sollen künftig bündnisweit rund 300 000 Soldaten in hoher Einsatzbereitschaft gehalten werden. Die USA dämpften allerdings ukrainische Hoffnungen auf einen schnellen NatoBeitritt; vorher brauche es weitere Reformen im Land.
Die Nato-Staaten haben sich zudem auf eine Verschärfung des Ziels für die nationalen Verteidigungsausgaben verständigt. Die 31 Bündnismitglieder wollen künftig mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung ausgeben. Das bisherige Ziel sah lediglich vor, dass sich alle Bündnisstaaten bis 2024 dem Richtwert annähern. Für Deutschland und knapp 20 andere Nato-Staaten wäre das ein kräftiger Sprung.