Ermittlungen zu Kokain-Fund

Unsicheres Weißes Haus

von Redaktion

VON FRIEDEMANN DIEDERICHS

Das Weiße Haus ist einer der am besten geschützten Regierungssitze der Welt. Es gibt strikte Eingangskontrollen, versteckte Überwachungskameras im gesamten Gebäude – von den Toiletten vielleicht abgesehen. Nun hat der Secret Service, der mit hunderten Beamten wacht, in Rekordzeit eine ebenso brisante wie peinliche Untersuchung zu den Akten gelegt. Die Frage lautete: Wie kam ein Beutel mit Kokain in einen Spind im „West Wing“, wo die engsten Mitarbeiter von Präsident Joe Biden sitzen? Der Übeltäter wurde nicht gefunden.

Das Tempo der Untersuchung wie auch der Ausgang erwecken den Eindruck, dass hier nicht mit der nötigen Sorgfalt ermittelt wurde – oder sogar die Politik verhinderte, dass der Koks-Konsument an den Pranger gestellt wird. Der Verdacht richtete sich vor allem gegen den Biden-Sohn Hunter, dessen angeblich überwundene jahrelange Drogensucht kein Geheimnis ist. Gab es hier einen Rückfall, der für die Präsidentenfamilie extrem peinlich wäre? Details (beispielsweise zu Fingerabdrücken) will das Weiße Haus nicht preisgeben. So muss das Weiße Haus mit Bedenken wegen der Sicherheit leben – und die Republikaner haben ein schönes Wahlkampfthema.

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