Deutschlands erster AfD-Landrat, Robert Sesselmann, ist im thüringischen Sonneberg vereidigt worden. Der 50-Jährige legte am Mittwoch unter großem medialen Interesse seinen Amtseid ab. Er war Ende Juni gewählt worden. Sesselmann schwor bei seinem Amtseid, das Grundgesetz und die Verfassung des Freistaates sowie alle geltenden Gesetze zu wahren und seine Amtspflichten gewissenhaft und unparteiisch zu erfüllen. Interviewwünsche lehnte er vor der Sitzung ab.
Bei russischen Angriffen auf ukrainische Häfen sind ukrainischen Angaben zufolge in einem Monat 270 000 Tonnen Getreide zerstört worden. „Russland greift systematisch Getreidesilos und -lager an, um Agrarexporte zu stoppen“, erklärte der ukrainische Infrastrukturminister Oleksandr Kubrakow. „Insgesamt wurden in einem Monat durch Angriffe auf Häfen 270 000 Tonnen Getreide zerstört“, schrieb Kubrakow. Er kritisierte die Angriffe, die sich „gegen afrikanische und asiatische Länder“ richteten, „denen es bereits an Nahrungsmitteln mangelt“. Allein in der Nacht zum Mittwoch habe ein Angriff die Exportkapazitäten des Hafens von Ismail um 15 Prozent reduziert, so der Minister. Der Hafen von Reni habe 35 000 Tonnen Getreide verloren.
Nach Querelen um die Neubesetzung soll nun der frühere Verkehrsstaatssekretär Michael Güntner neuer Chef der Autobahngesellschaft des Bundes werden. Wie die Gesellschaft am Mittwoch in Berlin mitteilte, schlägt der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats dem Kontrollgremium vor, Güntner als Vorsitzenden der Geschäftsführung zu bestellen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) war zuvor mit einem Plan gescheitert, den früheren niedersächsischen FDP-Fraktionsvorsitzenden und Umweltminister Stefan Birkner zum neuen Chef der Autobahngesellschaft zu machen.
Die EU hat eine Luftbrücke in den Osten der Demokratischen Republik Kongo eingerichtet. Die ersten beiden Hilfsflüge hätten am Dienstag die Stadt Goma erreicht, erklärte die EU-Kommission am Mittwoch. Bis Ende August seien sechs weitere Flüge geplant. Mehr als 180 Tonnen Material, darunter medizinische Hilfsgüter und Spezialnahrung, sollen so das afrikanische Land erreichen. Es ist bereits das zweite Mal in diesem Jahr, dass die EU den Kongo so unterstützt.