Nach Standpauke hielt sich Prigoschin für unsterblich

von Redaktion

Moskau – Wüste Beschimpfungen, dann ließ er ihn gehen: Kurz nach dem Tod von Wagner-Boss Jewgeni Prigoschin hat ein Insider neue Details von dem letzten Treffen mit Wladimir Putin enthüllt. Nach dem gescheiterten Putsch-Versuch habe Russlands Präsident die Verantwortlichen in den Kreml zitiert und „die ganze Bande drei Stunden lang angeschrien“, sagte ein Wagner-Kämpfer in einem Interview mit der Nachrichtenplattform „Meduza“.

Dass der Söldner-Chef danach abziehen durfte, habe bei Prigoschin zu der falschen Annahme geführt, dass er „unantastbar“ und „unsterblich war“. Entsprechend unvorsichtig habe man auch in seinem Umfeld gehandelt, hieß es weiter. So habe es etwa überhaupt keine Entscheidung gegeben, dass die beiden Wagner-Führungsbosse künftig nicht zusammen in einem Flugzeug sitzen sollten. Der Sicherheitsdienst der Söldner-Truppe ist offenbar mangelhaft: An den Wachleuten könne jeder, der wolle, eine „Atombombe vorbeitragen – sie werden es nicht bemerken, so ein Insider. JENS KIFFMEIER

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