Steinwerfer kommt aus Szene der Reichsbürger

von Redaktion

Neu-Ulm – Nach einem Steinwurf auf die bayerischen Grünen-Spitzenkandidaten Katharina Schulze und Ludwig Hartmann bei einer Wahlkampfveranstaltung rechnen Ermittler den Verdächtigen der „Reichsbürger“-Szene zu. Diese Einstufung sei nach dem Steinwurf am 17. September bei der Veranstaltung in Neu-Ulm erfolgt, sagte ein Polizeisprecher in München. Der 44-Jährige habe entsprechende Transparente bei sich gehabt. Zuvor sei der Mann nur einmal vor Jahren polizeilich in Erscheinung getreten – aber nicht im Bereich der politischen Kriminalität.

Der 44-Jährige hat sich laut dem Polizeisprecher inzwischen auch gegenüber den Ermittlern zu dem Vorfall geäußert. „Er räumt die Tat grundsätzlich ein.“ Als Motiv gab er an, mit der politischen Situation unzufrieden zu sein. Getroffen hatte der Mann niemanden. Der zum Zeitpunkt der Tat alkoholisierte Verdächtige war noch vor Ort festgenommen worden. Später wurde er wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen – unter anderem wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung – stehen kurz vor dem Abschluss.

Artikel 3 von 11