München – Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (FW) hat zufrieden auf die Ergebnisse des IQB-Bildungstrends reagiert. In den Tests von Neuntklässlern des staatlichen Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) in Deutsch und Englisch hatte Bayern mit Sachsen noch am besten abgeschnitten. Im Freistaat gingen zwar, analog zum Deutschlandtrend, die Leistungen im Fach Deutsch leicht zurück – allerdings „bei Weitem nicht so stark wie in vielen anderen Bundesländern“, betont Piazolo.
Beim Lesen verbessert sich Bayern im Vergleich zu 2015 vom 3. auf den 2. Platz, beim Zuhören von Platz 2 auf Platz 1. In Orthografie konnte Bayern seinen 1. Platz verteidigen. Die Punkteverluste, die Bayern hinnehmen musste, seien „geringer als in den meisten anderen Ländern“, betont das Kultusministerium. Die Verluste könnten auch eine Folge der Corona-Zeit mit vielen Unterrichtsausfällen sein. Die Tests fanden April/Juli 2022 statt.
Im Fach Englisch konnte Bayern seine Spitzenplätze (Platz 1 beim „Leseverstehen“, Platz 2 beim „Hörverstehen“) halten. Allerdings gibt es auch Handlungsbedarf, wie die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft mahnt: Unter den bayerischen Jugendlichen hätten im Fach Deutsch beim Lesen 11,5 Prozent und beim Zuhören 13,4 Prozent die Mindeststandards für den Abschluss in der Mittelschule nicht erreicht. dw