Ringen ums 49-Euro-Ticket

Einigt Euch endlich!

von Redaktion

VON DIRK WALTER

Das 49-Euro-Ticket hat etwa zehn Millionen Abonnenten. Es ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten in der an Irrungen und Wirrungen gewiss nicht armen deutschen Verkehrspolitik. Umso erstaunlicher ist, dass seit Monaten um die Finanzierung des Erfolgs-Tickets zwischen Bund und Ländern so erbittert gestritten wird. Es wird mittlerweile sogar nicht ausgeschlossen, dass das Ticket ganz scheitert. Das wäre nun wirklich ein krasser Fehler. Das Ticket hat etwas geschafft, was kein Bahnmanager zuwege gebracht hat: Es hat Pendler zum Umstieg vom Auto in die Bahn animiert. Zwar nicht so viele wie erhofft – etwa acht Prozent der Abonnenten dürften früher Autofahrer gewesen sein – aber immerhin! Der Preis ist entscheidend – und nicht Schönwetterreden.

Bund und Länder müssen dafür sorgen, dass die Zukunft des Tickets dauerhaft (und nicht nur wieder für ein Jahr) gesichert ist. Es interessiert dabei ehrlich gesagt gar nicht, ob nun der Bund 100 Millionen mehr zahlt oder die Länder. Legt einfach beide was drauf, die Bahn ist eh unterfinanziert. Und einigt euch endlich! Noch was: Günstige Fahrpreise sind auch echte Inflationsbremsen. Das Ticket darf – nicht einmal ein Jahr nach der Einführung – nicht teurer werden. Deshalb nennen wir es hier auch eisern 49-Euro-Ticket – und nicht etwa wie der schlaue Bundesverkehrsminister „Deutschlandticket“.

Dirk.Walter@ovb.net

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