Deutsches Rüstungspaket für die Ukraine

von Redaktion

Pistorius verspricht 140 000 Granaten – Machtkampf zwischen Selenskyj und General

Kiew – Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat der Ukraine weitere deutsche Militärhilfen im Wert von 1,3 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. „Das wird Ihnen dabei helfen, die russische Aggression zu bekämpfen“, sagte der Minister gestern auf einer Pressekonferenz mit seinem ukrainischen Kollegen Rustem Umerow in Kiew. Die Flugabwehr sei dabei entscheidend für die Verteidigungsfähigkeit des angegriffenen Landes. Geliefert werden sollen weitere Flugabwehrraketensysteme vom Typ Iris-T SLM. Ebenso seien Panzerabwehrminen und Artilleriegranaten des Nato-Kalibers 155 Millimeter enthalten. „Wir reden von 20 000 zusätzlichen Granaten“, sagte Pistorius. Für 2024 seien bereits 140 000 Granaten angekündigt. Die Ukraine hat Schätzungen zufolge jedoch einen täglichen Bedarf von mehr als 5000 Granaten. Pistorius stellte höhere Lieferungen erst für 2025 in Aussicht.

In der Ukraine bahnt sich derweil ein politischer Machtkampf zwischen Präsident Wolodymyr Selenskyj und dem Armee-Oberbefehlshaber General Walerij Saluschnyj an. In der britischen „Sun“ warnte Selenskyj die Militärführung vor einem Einstieg in die Politik: „Wenn man den Krieg mit dem Gedanken führt, dass man morgen Politik oder Wahlen macht, dann verhält man sich in seinen Worten und an der Front wie ein Politiker und nicht wie ein Militär.“ Das wäre ein großer Fehler. In Kriegszeiten könne es auch keine Diskussion über Hierarchien geben, sagte Selenskyj. „Bei allem Respekt für General Saluschnyj und alle Kommandeure, die auf dem Schlachtfeld sind, gibt es ein absolutes Verständnis der Hierarchie und das ist es, und es kann nicht zwei, drei, vier, fünf geben“, sagte der Staatschef.

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