Er gilt als Architekt der modernen EU und Gründervater des Euro: Der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors ist tot. Der Franzose starb gestern im Alter von 98 Jahren in seinem Haus in Paris, wie seine Tochter Martine Aubry bestätigte. Der in Paris geborene Sozialist war von 1981 bis 1984 Wirtschafts- und Finanzminister unter Präsident François Mitterrand, bevor er 1985 nach Brüssel ging. Von 1985 bis 1995 setzte er sich an der Spitze der EU-Kommission maßgeblich dafür ein, die Idee der europäischen Integration wiederzubeleben und voranzutreiben. Als seine Verdienste gelten die Vollendung des EU-Binnenmarkts, die Unterzeichnung des Schengener Abkommens und der Beginn der Wirtschafts- und Währungsunion (WWU), die zur Einführung des Euro führte.
Irans Verteidigungsminister hat nach der Tötung eines hochrangigen Generals Israel mit Vergeltung gedroht. „Zur rechten Zeit am rechten Ort werden wir dem schwachen zionistischen Feind eine mächtige Antwort geben“, sagte Mohammed-Resa Aschtiani. Am Montag war der iranische General Sejed-Rasi Mussawi in Syrien durch einen mutmaßlich israelischen Luftangriff getötet worden.
Im US-Bundesstaat Michigan hat der Oberste Gerichtshof einen Ausschluss von Ex-Präsident Donald Trump von der republikanischen Präsidentschaftsvorwahl abgelehnt. Eine Gruppe von Demokratie-Aktivisten hatte die Forderung mit Trumps Rolle beim Sturm auf das US-Kapitol begründet. In Colorado hatte der dortige Oberste Gerichtshof Trump ausgeschlossen.
Die vier Abgeordneten der Kommunistischen Partei Österreichs (KPÖ) im Salzburger Landtag haben von ihrem Gehalt bisher 46 000 Euro gespendet. Bei der KPÖ ist es üblich, dass Mandatsträger den Teil ihres Einkommens spenden, der einen durchschnittlichen Facharbeiterlohn (etwa 2300 Euro netto) übersteigt.