Sorge um die Demokratie

Religion für eine menschlichere Welt

von Redaktion

VON CLAUDIA MÖLLERS

Frieden und Gerechtigkeit sind Schlüsselbegriffe des Christentums – gerade die evangelische und die katholische Kirche sind berufen, die Demokratie zu unterstützen und den sozialen Zusammenhalt anzumahnen. Im Jahr der Europawahl, von drei wichtigen Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg und der 2025 bevorstehenden Bundestagswahl steigt die Sorge um Polarisierungen und einem Erstarken der AfD.

Umso mehr braucht es Stimmen, die zu einer differenzierten Debatte über die heißen politischen und gesellschaftlichen Fragen auffordern – und die entsprechenden Räume dafür anbieten. Je mehr Menschen sich in Deutschland aber von der Religion abwenden, desto spärlicher werden diese Möglichkeiten. Gerechtigkeit, Mitleid und Demut sind Begriffe, mit denen immer weniger Menschen etwas anfangen können. Sie passen einfach nicht mehr in ihren Sprachgebrauch. Doch die Werte, die sie verkörpern, kann man auch in moderne Begriffe übersetzen: Fairness, Empathie und Bescheidenheit. Plötzlich sieht man: Dieses alte Christentum ist aktuell wie eh und je. Es animiert zur Unterscheidung der Geister und der Methode, Verstand und Gefühl zu verbinden. Eine Voraussetzung, um die komplexen Zusammenhänge in aktuell schwierigen Zeiten zu begreifen. Christliche Werte werden jetzt und hier und in Zukunft gebraucht. Damit die Welt menschlicher wird.

Claudia.Moellers@ovb.net

Artikel 1 von 11