PRESSESTIMMEN
„Mit seinem untrüglichen Gespür für Schlagzeilen hat Markus Söder die CSU-Klausurwoche eröffnet. 5000 Stellen will er in der Staatsverwaltung streichen, den Lehrkräften die Teilzeitmöglichkeiten einschränken. Das lässt aufhorchen und spontanen Beifall einer Mehrheit im Land erwarten. Staatsdiener in Amtsstuben und vor allem Beamte sind dankbare Zielscheiben. Zum Glück hat Söder der Versuchung widerstanden, das Thema mit billigem Populismus anzureichern. Denn was er anspricht, verdient eine ernsthafte und sachliche Debatte.“
„Endlich ein Signal, dass nicht immer nur draufgesattelt werden kann und darf. Niemand kann behaupten, dass der Freistaat Bayern mit 350 000 Beschäftigten, darunter 227 000 Beamten, unterdimensioniert ist. Die Aufgaben sind allerdings oft ungerecht verteilt und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass zu viele teure ,Häuptlinge‘ und zu wenige ,Indianer‘ installiert sind.
„Wenn Söder sagt, er wolle in den kommenden zehn Jahren 5000 Stellen im öffentlichen Dienst einsparen, dann kündigt er kein Kunststück an. Wenn es der Staatsregierung mit dem Bürokratieabbau ernst ist, dann sollte das über natürliche Fluktuation zu lösen sein.“