München – Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hat den linksextremen Anschlag auf die Stromversorgung der Brandenburger Tesla-Fabrik verurteilt und dabei scharfe Kritik an der Münchner Klimaaktivistin Lisa Pöttinger geübt. Ihre Äußerungen nach dem Anschlag seien „völlig inakzeptabel“, sagte der CSU-Politiker unserer Zeitung.
Pöttinger hatte im Kurznachrichtendienst X geschrieben, jeder Tag ohne Produktion im Tesla-Werk sei „ein guter Tag für unsere Umwelt“ – laut Herrmann die „schlimme Verharmlosung“ eines schweren Verbrechens. „Die Art und Weise, wie sich hier führende Klimaaktivisten ganz offen mit linksextremistischen Aktionen solidarisieren und deren Gedankengut propagieren, ist schockierend.“ Solche Sympathiebekundungen verstärkten „den Eindruck, dass hier der Klimaschutz nur als Deckmantel für schwere Straftaten mit einer linksextremistischen Agenda dient“.
Pöttinger ist Lehramtsstudentin, war Mitglied der extremen Klima-Gruppe „Extinction Rebellion“ und Mitorganisatorin der ersten großen Anti-Rechts-Demo in München. Damals zog sie Kritik auf sich, weil sie die CSU bei der Demo für unerwünscht erklärte.
Zu dem Anschlag hatte sich die linksextremistische „Vulkangruppe“ bekannt. Die Täter hatten einen Strommast nahe dem Tesla-Standort angezündet; die Fabrik wurde evakuiert, die Produktion gestoppt. Nach Firmenangaben ruht sie bis Ende nächster Woche. In der Region waren zwischenzeitlich Zehntausende ohne Strom. Herrmann sprach von einem „Alarmsignal“ und einer „Vorstufe des Terrorismus“. Künftig erwartet er noch drastischere Aktionen. „Umso wichtiger ist, dass der Staat für klare Grenzen sorgt und jede Straftat konsequent verfolgt.“ cd/mmä