zu Raisi:
„Auch früher verfügten iranische Präsidenten nur über einen geringen Handlungsspielraum. Alle Macht liegt beim Revolutionsführer (Khamenei). An einem Scheideweg wird Iran erst dann stehen, wenn Khamenei irgendwann stirbt. Die bevorstehende Neuwahl für das Präsidentenamt dürfte er so genau kontrollieren wie die Wahl Raisis 2021. Überraschungen dürfte es kaum geben. Allerdings wird die Legitimität des Regimes weiter erodieren. Wenn den Bürgern keine Wahl gelassen wird, werden sie den Urnen fernbleiben.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
zu Israel: „So sehr Israel das Recht auf Verteidigung hat und so ruchlos die Terroristen mit seiner Zivilbevölkerung umspringen, so wenig darf sich Netanjahu auf deren Niveau herabbegeben. Ein Sieg gegen die Hamas ist nötig für den Frieden in Gaza. Aber nicht um den Preis, dass Israel selbst Kriegsverbrechen als Mittel zum Zweck einsetzt.“
LEIPZIGER VOLKSZEITUNG
„Hier geht es nicht um Politik, hier spricht das Weltgewissen. Der Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs lässt sich nur vom humanitären Völkerrecht leiten. Das verleiht seiner Stimme besonderes Gewicht. Netanjahu und Israel können weghören. Sie können ihren unerbittlichen Kampf gegen die Hamas fortsetzen. Sie können ihn auch militärisch gewinnen. Aber moralisch werden sie die Verlierer sein.“
DE TIJD (BRÜSSEL)