Reul (CDU) erhielt Spenden von Schleuserbande

von Redaktion

Herbert Reul musste sich vor dem Ausschuss erklären.

Düsseldorf – Herbert Reul (CDU) hat offenbar Wahlkampfhilfe von einer Schleuserbande erhalten: Der Innenminister von Nordrhein-Westfalen musste sich gestern bei einer Sondersitzung des Innenausschusses den Vorwürfen der Opposition stellen. Dabei hatte Reul eingeräumt, dass er acht Begegnungen mit dem beschuldigten Anwalt aus dem Rhein-Erft-Kreis gehabt habe – er soll Kopf einer Luxus-Schleuserbande sein, der wohlhabenden Menschen aus China und dem Oman eine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland beschafft haben soll.

„Ich war damals total arglos, hatte überhaupt keinen Anlass, an der Seriosität dieses Mannes zu zweifeln“, sagte der CDU-Politiker nun zu seiner Verteidigung. Demnach habe es sich um ein engagiertes CDU-Mitglied gehandelt, Vater von drei Kindern, mit Rechtsanwaltskanzlei. Die Spenden des Anwalts seien so gestückelt gewesen, dass sie unterhalb der Veröffentlichungsgrenze von 10 000 Euro geblieben seien. Was immer man davon halte, „juristisch ist das total in Ordnung“, betonte Reul. Spenden oder gar die Stückelung seien aber niemals Thema in den Treffen gewesen.

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